Sevilla

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Sevilla ist die Hauptstadt der autonomen Region Andalusien und der Provinz Sevilla von Spanien. Mit über 700.000 Einwohnern ist Sevilla nach Madrid, Barcelona und Valencia die viertgrößte Stadt Spaniens. Der Legende nach wurde die Stadt von dem griechischen Helden Herakles gegründet.
Die Stadt ist ein wichtiger Industrie- und Handelsplatz und Touristenzentrum. Sevilla liegt zu beiden Seiten des bis hierhin auch für Seeschiffe befahrbaren Guadalquivir in einer weiten und fruchtbaren Ebene. Mit ihren zahlreichen Türmen bietet Sevilla von allen Seiten einen imposanten Anblick. Von der alten mit 66 Türmen versehenen Ringmauer, welche die innere Stadt umgab, sind nur noch Reste vorhanden. Am rechten Ufer des Flusses breitet sich die große Vorstadt Triana aus.
Unter den Gebäuden ist zunächst die Kathedrale Maria de la Sede hervorzuheben. 1401–1519 wurde sie in die Moschee eingebaut und erhebt sich aus der maurischen großen Moschee. Sie hat fünf Schiffe, zahlreiche mit Kunstschätzen (Gemälde von Murillo, Velázquez, Zurbarán etc.) geschmückte Seitenkapellen, bedeutende Glasmalereien, eine ungewöhnlich große Orgel und viele Grabmale bedeutender Persönlichkeiten vorzuweisen. Seit 1987 gehört das Bauwerk zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Daneben steht die Giralda, ein weithin sichtbarer 97 m hoher viereckiger Glockenturm mit reichen, in gebrannten Ziegeln ausgeführten Ornamentmustern und 22 harmonisch gestimmten Glocken sowie einer Marienfigur mit großer Wetterfahne auf der Turmspitze. Nebst dem so genannten Orangenhof sind das die einzigen Überbleibsel der ehemaligen Moschee, deren beachtliche Größe aber noch heute am Gesamtkomplex der Kathedrale erkennbar ist.
Die Stierkampfarena ist ein ovales Amphitheater, welches 18.000 Menschen fasst und nach der Madrider Stierkampfarena in „Las Ventas“ die größte Arena in Spanien ist.
Die iberoamerikanische Ausstellung von 1929 hinterließ der Stadt vor allem den neu gestalteten „Parque María Luisa“ mit der vom Architekten Aníbal González Osorio entworfenen „Plaza de España“ und der „Plaza de América“. Dort ist das archäologische Museum von Sevilla untergebracht.
Anlässlich der Expo ’92 wurden neue Brücken über den Guadalquivir errichtet, um das Gelände mit der Stadt, den alten Pavillons (einige verlassene und andere restrukturierte), der „Isla Mágica“ (ein Themen- und Freizeitpark) und dem „Parque Tecnológico Cartuja“ zu verbinden.
Sevilla wird allgemein als Wiege des Flamenco bezeichnet.
Die wichtigsten Feste, die jeweils für eine Woche das Leben der Stadt bestimmen, sind die „Semana Santa“ (Karwoche) und die „Feria de Abril“ (Aprilmesse).
Sevilla ist Ursprungsort der Tapas, kleiner, kalter oder warmer Häppchen, die immer zusammen mit einem Getränk (Bier, Wein, Sherry) bestellt werden.
Süße Spezialitäten aus Sevilla sind z. B. Pestiños, Cortadillos, Tortas de Aceite, Torríjas. Fast alle diese Spezialitäten finden ihren Ursprung in maurischen Rezepturen.

 

Quelle: Wikipedia

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